MÖGLICHE MORPHOLOGIEN
Ausstellung 13. bis 20. November 2003/2004 -Zürich und Flims (Schweiz)
ein Projekt von Nadine Berg-Bollag

Zyklus von 30 Zeichnungen (50x50 cm) / 1994,
Kohle, Pastell, auf handgeschöpftem Papier

© Traian Gligor

 

 

Schon während des Studiums (1976-1980) an der Kunstakademie „Ion Andreescu“ in Klausenburg, Abteilung Grafik, faszinierte ihn die Vielfalt dieser Gattung der bildenden Kunst. Bis 1995, der Auswanderung nach Deutschland, war Traian Gligor Grafiker-Designer in Siebenbürgen und im rumänischen Künstlerverband, wo er sich hauptsächlich mit der Radierung, Buchillustrationen für verschiedene Verlage und Experimentarbeiten auseinander setzte.

In den folgenden Jahren strebte Traian Gligor in seinen Arbeiten die Ablösung vom Gegenständlichen an. Mit den einfachsten Ausdrucksmitteln, Materialien wie Kohle, Pastell, Tusche, Stift, entstanden freie spielerische Inszenierungen auf Papier und Holz.
Bewegung bedeutet Veränderung. Sie entdeckt man in den dynamischen Gesten, in den Zeichen, komponiert, um ständig neue emotionale Eindrücke zu erwecken. Der Betrachter ist nicht mehr auf die bloße Wahrnehmung festgelegt, sondern wird aufgefordert, den gestalteten Raum auf Papier oder Holz zu reflektieren. Dadurch wird das Bild aus der Sphäre der Abgeschlossenheit herausgenommen und folgt einem Prozess der Verwandlung („Perpetuum mobile“).

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Werke der letzten acht Jahre. Es wurden neue Dimensionen hinzugefügt. In einigen seiner informellen dunkeltönigen Bildern, herrscht Harmonie zwischen Ordnung und Chaos, mit unruhigen linearen Strukturen. Sie ergänzen die Absicht im Bildraum, die Veränderungen, die Entwicklung der Linie, die Fläche und Patina zu entdecken.

„Mögliche Morphologien“ ist eine Serie von quadratischen Zeichnungen, in denen offene oder geschlossene Formen miteinander korrespondieren. Es entstehen meistens dynamische Bildeinheiten, die von freigesetzten Energien und dem Duktus der Linien von Bild zu Bild und von Form zu Form weitergegeben werden.

Das ständige abstrakte Kommen und Gehen, das Verschwinden oder Sichtbarmachen, bezieht sich auch auf die Formen, Strukturen oder winzige gekritzelte Zeichen, die ästhetische Prozesse entstehen lassen und den Reiz dieser schönen und interessanten Bilder ausmacht.

Nadine Berg-Bollag


POSSIBLE MORPHOLOGIE

 

Even during the early days of his studies at the academy of arts “Ion Andreescu”, department of graphic arts, Traian Gligor was fascinated by the variety and multiplicity of this kind of the plastic arts. Until 1995, the year of his emigration to Germany, he was a graphic-designer in Transylvania and a member of the Romanian artist-association, where he mainly dealt with the technique of etching respectively book illustrations for different publishers and artistic experiments.

In the following years Traian Gligor`s aim was the detachment of the objective in his works. From the most simple means of expression, materials like charcoal, crayon, china ink and pencils ensued free and playful stagings on paper and wood.
Movement means change. This kind of change you can discover in those dynamic gestures and in the signs combined with each other to constantly create new emotions impressions. Now the spectator is no more fixed on the mere perception, but is asked to reflect open the arranged space on paper or wood. Through this the picture is taken out of the sphere of isolation and follows a process of change. ( “Perpetuum mobile” )

The exhibition shows chosen pieces of work from the past eight years. New dimensions have been added. In some of his informal and dark pictures prevails harmony between order and chaos with restless linear structures. They supply the intention of discovering the changes, the development of the line respectively the plain and patina.

“Possible Morphologies” is a series of quadratic drawings, in which open or closed forms correspond with each other. The result of this are dynamic units of pictures, which are passed by from picture to picture, from form to form, through the flowing energies and the duct of lines.

The constant come and go, respectively the vanishing or visualization as well refers to the forms, struktures or diminuitive scribbled signs, that create esthetic processes, which are the main reason for the charm and fascination of this beautiful and interesting pictures.

Nadine Berg-Bollag



Mögliche Morphologien I
Mögliche Morphologien II
Mögliche Morphologien III

Mögliche Morphologien IV
Mögliche Morphologien V
Mögliche Morphologien VI

Mögliche Morphologien VII
Mögliche Morphologien VIII
Mögliche Morphologien IX


Mögliche Morphologien X
Mögliche Morphologien XI
Mögliche Morphologien XII

Mögliche Morphologien XIII
Mögliche Morphologien XIV
Mögliche Morphologien XV


Mögliche Morphologien XVI
Mögliche Morphologien XVII
Mögliche Morphologien XVIII

Mögliche Morphologien XIX
Mögliche Morphologien XX
Mögliche Morphologien XXI

Mögliche Morphologien XXII
Mögliche Morphologien XXIII
Mögliche Morphologien XXIV

Mögliche Morphologien XXV
Mögliche Morphologien XXVI
Mögliche Morphologien XXVII

Mögliche Morphologien XXVIII
Mögliche Morphologien XXIX
Mögliche Morphologien XXX


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